BIKE BILD-Interview: „Cargobikes sind Downsizing“

SUV vs CargobikesHipness, SUV, Statussymbol? Die Redaktion der neuen BIKE BILD hat mich zu Cargobikes interviewt. Hier das Ergebnis, das Ende August in der Printausgabe erschien.

 

Cover der BIKE BILD Erstausgabe Kurzinterview: Arne Behrensen (41)
Der Politikwissenschaftler aus Berlin betreibt die Internetplattform cargobike.jetzt und hat Projekte beim Verkehrsclub Deutschland (VCD) gemanaged.

BIKE BILD: Wenige brauchen es, viele wollen es. Warum sind Cargobikes so hip?

cargobike.jetzt: Was heißt hier nicht brauchen? Cargobikes sind an erster Stelle eine günstige und verdammt praktische Alternative zum Auto in der Stadt. Attraktives Design und hippes Image kommen hinzu. Aber im Kern geht es um Alltagsnutzen und Fahrspaß – gerade auch den gemeinsamen Fahrspaß von Eltern und KIndern.

Kritiker sprechen schon von der SUVisierung der Fahrrad- und Gehwege durch Cargobikes. Zu Recht?

Alltag in Berlin-Neukölln: Cargobikes vor EisdieleCargobikes sind Downsizing. Sie ersetzen Autofahrten. Die Parallele zum SUV ist schief. Es sei denn man versteht darunter ein bequemes Transportfahrzeug. Und ja, wir brauchen dringend mehr Platz für Rad- und Fußverkehr. Cargobikes und Kinderanhänger sind nur ein besonders anschaulicher Ausdruck des steigenden Radverkehrs. Das eigentliche Problem ist der riesige Platzverbrauch durch fahrende und parkende Autos.

Taugt das Familien-Lastenrad zum Statussymbol?

Um den Status als Fahrradfamilie und urbane Mobilitätsavantgarde zu unterstreichen, auf jeden Fall!

Aus BIKE BILD 1/2016, Seite 18. Die Printausgabe erschien am 31. August zur Eurobike und ist für 3,50 Euro am Kiosk zu haben. Danke an die Redaktion für die Freigabe zur online-Veröffentlichung auf cargobike.jetzt.

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